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MULANS GEDANKENKISTE

verwunschenes & bizarres | geträumtes & wahres

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Standort: Köln, NRW, Germany

Sonntag, 29. April 2007

heute im zoo


marlar hat da gar nix mehr zu kamellen!
ming jung ist der neue star, mit 100kg geballter niedlichkeitspower!

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Mittwoch, 28. März 2007

endverbraucher-ärgernis

erst heute wurde ich wieder zwangsweise daran erinnert das manche produkte nur dazu geschaffen sind um den konsumenten zur verzweiflung zu bringen, wie z.b. die verpackungen von cd- und dvdhüllen: eingeschweißt und vakuumverpackt, so dass man schwierigkeiten hat die hauchdünne original versiegelte cellophanverpackung selbst mit megalangen lady-krallen und scharfen eckzähnen unter 4 minuten zu öffnen. auch mit dem super tollen aufreißstreifen gelingt das reibungslose öffnen nur bei jedem 3. versuch. immer wieder ärgerlich.

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Dienstag, 13. März 2007

kratzen an der tür

langsam schlug ich die decke zurück und horchte dem kratzen an der tür. mein herz schlug bis zum hals, hörte ich doch etwas metallisches an meiner haustüre scharren. ich bewegte meinen rechten arm in richtung lichtschalter und knipste meine deckenleuchte an. sofort erstrahlte mein zimmer im hellen schein und wirkte zumindest nicht mehr bedrohlich. hatte ich mir das geräusch nur eingebildet? war es teil meines traums gewesen? doch da war es wieder. langgezogene schabende geräusche, als wenn jemand mit einem spitzen messer den lack vom auto kratzen würde. nur das dieses geräusch von meiner haustür kam. leise schwang ich meine beine aus dem bett und tapste in den flur. ich machte kein licht an, denn falls jemand auf der anderen seite der türe stehen sollte, dann hätte er den lichtschein unter dem türspalt entdeckt, meinen schatten gesehen und wahrscheinlich eine kugel durch die holztür gejagt. bei meinem gück wäre meine lunge getroffen worden und ich wäre elendig verblutet.
mit klopfenden herzen riskierte ich einen blick durch den spion und atmete erleichtert auf, als ich in das düstere treppenhaus blickte. denn hätte sich ein einbrecher/vergewaltiger/bandit an meiner tür zu schaffen gemacht, dann hätte der bewegungsmelder ihn entlarvt. und noch während ich mit nackten füßen im kalten flur stand hörte ich erneut das kratzende geräusch. doch diesmal kam es aus meinem schlafzimmer.

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Donnerstag, 8. März 2007

pro/kontra-liste heute morgen:

gründe morgens liegen zu bleiben:
- 8uhr ist definitiv viiieeel zu früh!
- das bett ist so schön kuschelig
- die jalousien sind unten, es ist noch dunkel im zimmer
- draußen wartet die arbeit auf einen
- es ist noch immer winter
- es ist noch immer kalt
- wenn man pech hat regnet es auch noch
- es ist noch immer wochentags

gründe morgens aufzustehen:
- die nachbarskinder machen seit 30 minuten terror im treppenhaus weil sie zur schule müssen
- der nachbar hat die bohrmaschine entdeckt
- nebenan ist eine baustelle und bauarbeiter machen lärm
- wahrscheinlich gibts stunk auf der arbeit wenn man nicht erscheint
- wenn man eh schon genervt ist kann man auch gleich aufstehen
- es gibt milchkaffee mit kakao

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Dienstag, 6. Februar 2007

versteifte kälte

auch wenn man sich selber einredet das der sommer noch immer anhält, selbst wenn die sonne nur im eigenen herzen scheint, so grausam holt einen die wirklichkeit mit der stechenden kälte wieder ein. da bringt es auch nichts sich warme gedanken zu machen wenn einem die finger beim freikratzen der autoscheiben abfrieren oder die zehen blau anlaufen. füßlinge sind zu dieser jahreszeit einfach nicht mehr angesagt. genauso wenig wie ein kultiges t-shirt oder nasse haare, die bei temperaturen von knapp über null einfach nicht ordentlich trocknen wollen. und hat sich die kälte einmal in einem fest gesetzt ist sie schwer wieder los zu werden. wenn ich also demnächst etwas versteift durch die gegend laufen sollte so ist das kein neuer move, sondern die kälte, die meinen körper langsam erstarren lässt.

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Donnerstag, 1. Februar 2007

plopp

trauer zog durch meine nase, vorbei an kleinen härchen, einmal quer durch die nebenhöhlen. zum glück waren meine ohren frei, so dass die drückende betroffenheit schnell mit einem plopp entwich. plopp.

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Mittwoch, 24. Januar 2007

gäääähn

nachmittags halb fünf in mulantis. es scheint als sei die schlafkrankheit ausgebrochen. die straßen sind wie leergefegt. kein mensch ist zu sehen. kein vogel am zwitschern. keine motorengeräusche zu hören. noch nicht einmal ein wölkcken ist am hellblauen himmel zu sehen. carmen schaut gelangweilt aus dem fenster. sie sitzt auf einem braunen korbstuhl, die arme hängen schlaff zu beiden seiten runter. im hintergrund läuft sanfte dudelmusik. ihre augenlider werden schwer und ein gähnen ist auch nur noch mühselig zu unterdrücken. tom und erich haben sich schon vor 3 stunden auf den weg in ihre betten gemacht. natalie liegt auch schon auf der couch und döst vor sich hin. heute ist ein schlummertag. in diesem sinne: gute nacht.

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Freitag, 19. Januar 2007

brennender schmerz

es ist dunkel und stickig in dem kellergewölbe. von einem fenster links über mir dringt schummriges mondlicht hinein. ich stehe aufrecht, mit dem rücken zur wand, und kann mich nicht bewegen. nicht weit von mir brennen ein paar kerzen. dunkle gestalten drängeln sich um etwas. es wird gelacht. ich kann nicht erkennen worum es geht, ihre breiten rücken versperren mir die sicht und das schummrige licht trägt ihr übriges bei. ich bin gefangen. meine arme und beine sind mit ketten an der nassen steinwand befestigt. surr. ein brennender schmerz zerreist mir fast die brust. mein zerrissenes hemd fühlt sich feucht an. ich rieche blut. mein blut. das gelächter wird lauter. ein paar der gestalten drehen sich um und schauen mir gehässig ins gesicht. sie lachen. surr. schon wieder das geräusch, und mit ihm der brennende schmerz. die gestalten schauen mich belustigt an. ergötzen sich an meinem schmerzverzerrten gesicht. die menge lichtet sich etwas und ich kann einen blick erhaschen. die dunklen gestalten zielen mit spitzen nadeln auf etwas was an der wand hängt. etwas rotes, pulsierendes. es ist mein herz.

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Freitag, 12. Januar 2007

kratz PLONK

"hey, kleiner mann, willst du dich umbringen? ich versuche hier zu schlafen!" kratz kratz - PLONK - wusel wusel - kratz kratz - PLONK - wusel wusel - kratz PLONK ... "aaaah, du machst mich wahnsinnig!!"

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Montag, 1. Januar 2007

wieder auf 2 beinen

huiii, 3 - 2 - 1 - krücken weg! pünktlich zum neuen jahr kann ich endlich meine super tollen ergonomischen unterarmgehhilfen in die gelbe tonne kloppen! ein tolles gefühl! wenn auch etwas eirig und alles andere als lady-like, besonders was treppen angeht, traue ich mich nun aus dem haus. aber watt muss dat muss! torkelnd wie ein ungarischer wombat mische ich mich unters volk und versuche so wenig aufmerksamkeit wie möglich zu erregen wie einst edgar in men in black.

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Samstag, 30. Dezember 2006

neuer mitbewohner

gonzález ist vorgestern bei mir eingezogen. der kleine mann ist heute gerade mal 50 tage alt, und schläfrig wie gerthildes tagebuch. 2x am tag kommt er rausgekrochen aus seinem baumwollnest hinter dem bezaubernden dreistöckigen luxusschloss, flitzt ganz schnell in den futternapf, haut sich die backen voll mit gesunden kernen und samen, schaut noch mal neugierig was hinter der glasscheibe alles passiert, und flitzt wieder zurück um sich erneut hinterm schloss zu verbuddeln. dieses vergnügen hat man gegen 11uhr vormittags und gegen 3uhr nachmittags. um 8uhr abends schaut mal das kleine näschen hervor und schnuppert wie die luft ausserhalb seiner höhle ist. und wenn man selber total müde gegen mitternacht ins bett fällt kommt gonzález rausgeflitzt und macht ramba zamba, ganze 4 stunden lang. am nächsten tag kann man bewundern wie schön er doch das ganze baumwoll-streu hin und her getragen hat. hach ja, gonzález ist toll!

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